d) Ausharren
Die Gabe des Heiligen Geistes und Ausharren bis ans Ende
Die Gabe des Heilgen Geistes ist eine der großartigsten Gaben des Herrn. Jeder Mensch kann den Heiligen Geist spüren. Der Heilige Geist führt viele Leute dazu, das Gute zu wählen. Nur getaufte Mitglieder der Mormonenkirche können aber die Gabe des Heiligen Geistes haben. Nachdem man sich hat taufen lassen, wird er konfirmiert. Bei Konfirmierung (auch Bestätigung genannt) empfängt man die Gabe des Heiligen Geistes. Dies geschieht, indem Älteste der Mormonenkirche, die das Priestertum tragen, dem Betreffenden die Hände auflegen. Sie rufen ihm beim Namen und übertragen ihm die Gabe. Der Heilige Geist wird nur auf jemanden herabkommen, der aufrichtig die Umkehr geübt hat.
Die Gabe des Heiligen Geistes bedeutet, dass man den Heiligen Geist als dauernden Begleiter haben kann. Durch diese Gabe hat man Anspruch auf fortgesetzte Führung und Inspiration. Der Heilige Geist bringt Freude und Frieden. Durch ihn kann man wissen, dass Gott lebt, dass Jesus der Christus ist. Er wird uns zeigen, was wir tun sollen. Er hilft uns, das Evangelium zu verstehen. Wir brauchen den Heiligen Geist, um die Schwierigkeiten und die Erprobungen des Lebens zu ertragen. Im Mormonismus nennt man den Pfad nach der Taufe als Ausharren bis ans Ende. Das Ausharren bis ans Ende meint, dass man die Gebote Gottes hält und die Umkehr nach Bedarf übt. Man soll auch immer ähnlicher wie Christus werden. Das heißt, daß man christliche Eigenschaften entwickeln muss, wie z. B. Nächstenliebe, Geduld, Langmut, Mitgefühl, usw. Durch die Gnade Jesu Christi können wir unsere Charakterschwächen überwältigen. Die Gnade Jesu Christ ist Macht von Gott, die Männer und Frauen befähigt und es ihnen erlaubt, in diesem Leben Segnungen zu erlangen und ewiges Leben zu erreichen. Nur jene, die Glauben und Umkehr ausgeübt haben und ihr Bestmögliches getan haben, die Gebote Gottes zu halten, können die Gnade Gottes erlangen. Jesus hat gesagt: „Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit und viele gehen auf ihm. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dahin ist schmal und nur wenige finden ihn.“ (Mt. 7:13-14). Der Glaube an Jesus Christus, die Umkehr von Sünden, und die Taufe sind jenes Tor. Ausharren bis ans Ende mit Hilfe des Heiligen Geistes ist der enge Weg. Die Gute Nachrichten verkündigt aber, dass man gerettet werden kann, durch das Sühnopfer des Sohnes Gottes, der Jesus Christus ist. Mit diesen Worte endet sich das Buch Mormon:
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Als ich vor einem Jahr getauft wurde, habe ich das Wunder der Vergebung erlebt. Ich fühlte mich nach der Taufe wie neu geboren!
Jede Faser meines Körpers und mein Geist waren rein wie klares Wasser, völlig unbefleckt und unschuldig wie ein kleines Kind! Ich bezeuge, dass die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage vom Herrn Jesus Christus selbst geführt wird. Ich bezeuge, daß das Priestertum Gottes erneut auf der Erde ist. Ja, wir leben in den letzten Tagen, von denen Mose und Petrus und viele weitere Propheten geweissagt haben. Viele Menschen beten im “Vater unser”: “…dein Reich komme…” Ich bezeuge, daß der Herr
Jesus Christus durch die Wiederherstellung der Fülle des Evangeliums damit begonnen hat, sein Reich auf dieser Erde zu verwirklichen!
DIES IST DAS WERK DES HERRN !!!
Nach wie vor ist es von grösster Wichtigkeit, zu glauben. Wie vor alters haben “kritische” Menschen sämtliche Propheten verhöhnt, verlacht, verfolgt, getötet, die Gott gehorchten und die Wahrheit aussprachen und aufschrieben. “Wer Ohren hat zu hören, der höre!” Was sagten denn die Leute über den Herrn Jesus Christus, als er persönlich auf der Erde wandelte? Haben ihn da alle erkannt? Die einen sagten dies, die anderen sagten das. Aber auf die Frage: Wer sagt denn ihr, das ich sei? Zitat (Heilige Schriften online: Matthäus 16:13-17 –
„Da kam Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach: Wer sagen die Leute, dass der Menschensohn sei? Sie sprachen: Einige sagen, du seist Johannes der Täufer, andere, du seist Elia, wieder andere, du seist Jeremia oder einer der Propheten. Er fragte sie: Wer sagt denn ihr, dass ich sei? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn! Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel.“ – Zitat Ende.
Jeder Mensch trägt das Licht Christi in sich und kann durch den Heiligen Geist berührt werden und kann glauben und prüfen und Gott demütig fragen und eine persönliche Antwort durch den Heiligen Geist darüber erhalten, dass ein Prophet wirklich wahr ist! Ich habe 5 Jahre lang das Buch Mormon geprüft und die Botschaften der Missionare der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage angehört. Es fühte sich gut an, es klang gut, es berührte mein Herz. Mein Glaube wuchs, indem ich umkehrte und begann, die Dinge zu tun, die Jesus Christus lehrt, so wie ich sie aus der Bibel kannte und so wie ich sie im Buch Mormon ebenfalls erkannte. Mein Glaube wuchs wie ein Samenkorn, denn ich hatte mich absolut vorurteilsfrei daran begeben, die Lehre zu studieren. Ich liebte Gott und hatte eine große Sehnsucht, mehr über ihn zu erfahren – in der Kirche Jesu Christi fand ich nach und nach alle Antworten!
Einen Tag nach meiner herrlichen Taufe legten Älteste mir die Hände auf und nannten mich mein Namen und spendeten mir mit der Kraft und Vollmacht des Heiligen Priestertums die Gabe des Heiligen Geistes!
Ich spürte, wie in einem einzigen Moment mein gesamter Körper von Licht durchflutet wurde und Freude erfüllte mich vollständig, dass mir die Tränen über die Wangen rollten. Seit diesem Moment trage ich die Gabe des Heiligen Geistes in mir als eine Quelle klaren Wassers oder mit anderen Worten als eine Quelle fortlaufender göttlicher Inspiration. Seit meiner Taufe und dieser Konfirmation bin ich wirklich aus Gott geboren und trage den Namen Jesu Christi mit Freude! Ich weiß, daß mein Erlöser lebt! Er schenkt meinem Herzen Frieden.
Im Namen Jesu Christi. Amen.
Gabriela , Mai 2009