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a) Sinn des Lebens

Der Sinn des Lebens

mormon-mom-babyViele Menschen fragen sich nach dem Sinn des Lebens. Sie wollen gern wissen, warum wir hier sind, woher wir gekommen sind und wohin wir nach diesem Leben gehen werden. Heute gibt es leider viele Menschen, die glauben, dass das Leben bedeutungslos ist, oder dass die Existenz zwecklos ist. Sie glauben nur, dass man das Leben so gut wie möglich nutzen soll. Sie glauben, dass der Mensch seinem Vergnügen nachgehen soll, wohin es ihn auch immer führt. Solche Mensch leben nur für ihr Vergnügen und ihre Genugtuung. Im Gegensatz dazu erklären die Mormonen, dass das Leben einen Sinn hat und dass es einen Lebenszweck gibt.

Die Lehre der Mormonenkirche darüber wird in dem Erlösungsplan dargelegt. Der Erlösungsplan erklärt, woher wir gekommen sind, warum wir auf Erden sind und wohin wir nach dem Tod gehen werden. Um diesen Plan zu verstehen, müssen wir erstens verstehen, wer wir sind.

Wir sind die Kinder Gottes. Wir wurden zuerst im Himmel geboren, bevor wir auf die Erde gekommen sind. Als Geistkinder himmlischer Eltern wurden wir von Gott großgezogen. Im Jahre 1995 veröffentlichte der Prophet der Mormonenkirche, Gordon B. Hinckley, Proklmation an die Welt zum Thema „die Familie“. Er sagte darin:

ALLE MENSCHEN – Mann und Frau – sind als Abbild Gottes erschaffen. Jeder Mensch ist ein geliebter Geistsohn beziehungsweise eine geliebte Geisttochter himmlischer Eltern und hat dadurch ein göttliches Wesen und eine göttliche Bestimmung. Das Geschlecht ist ein wesentliches Merkmal der individuellen vorirdischen, irdischen und ewigen Identität und Lebensbestimmung.

IM VORIRDISCHEN DASEIN kannten und verehrten die Geistsöhne und -töchter ihren ewigen Vater und nahmen seinen Plan an; nach diesem Plan konnten sie einen physischen Körper erhalten und die Erfahrungen des irdischen Lebens machen, um sich auf die Vollkommenheit hin weiterzuentwickeln und letztlich als Erben ewigen Lebens ihre göttliche Bestimmung zu verwirklichen. Der göttliche Plan des Glücklichseins macht es möglich, dass die Familienbeziehungen über das Grab hinaus Bestand haben. Die heiligen Handlungen und Bündnisse, die im heiligen Tempel vollzogen werden können, ermöglichen es dem einzelnen, in die Gegenwart Gottes zurückzukehren, und der Familie, auf ewig vereint zu sein.

Gottvater hat uns einen Plan vorgelegt, wodurch wir ihm ähnlicher werden können. Der Zweck dieses Gottesplanes für das Leben besteht darin, dass die Menschen so glücklich werden können wie Gott. Dieser Plan heißt der Erlösungsplan oder der Plan des Glücklichseins. Im Buch Mormon lesen wir,

„Adam fiel, damit Menschen sein können, und Menschen sind, damit sie Freude haben können.“ (2 Nephi 2:25).

Freude heißt mehr als bloßes Vergnügen. Mit Freude meinen wir nicht nur Glücklichsein, sondern auch Frieden im Herz zu haben. Wahre Freude erfüllt und mit Liebe, Frieden, und Hoffnung. Der Prophet Mormon, nach dem das Buch Mormon benannt wurde, sagte zu seinen Glaubensbrüdern, dass sie die friedlichen Nachfolger Christi seien, „wegen [ihres] friedlichen Wandels unter den Menschenkindern.“ (Moroni 7:3-4). Freude zu haben bedeutet, dass man nur das Beste für andere will. Wahre Freude spürt man sowohl geistig als auch körperlich.

Um Freude zu erlangen, müssen wir Gott folgen, indem wir anderen dienen. Jesus Christus hat gesagt, „wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.“ (Mt. 10:39). Benjamin, ein rechtschaffener König im Buch Mormon, hat erklärt:

„Und siehe, ich sage euch dies, damit ihr Weisheit lernt, damit ihr lernt, dass, wenn ihr im Dienste eurer Mitmenschen seid, ihr nur im Dienste eures Gottes seid.“ (Mosia 2:17).

Im Dienst am Nächsten können wir unser Leben um Jesu willen verlieren. Jesus Christus selbst, der Größte von allen, verbrachte sein Leben im Dienst am Mitmenschen. Indem wir anderen dienen, entwickeln wir christusähnliche Eigenschaften.

mormon-familyDer Lebenszweck schließt auch den Körper und die Familie ein. Um wie Gott zu werden, muss man ein Körper haben, wie Gott. Nach seiner Auferstehung erschien Jesus seiner Jüngern. Sie waren erschrocken, weil sie annahmen an, er sei ein Geist. Aber Jesus erwiderte:

Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht.“ (Lk 24:6).

Auch jetzt hat Jesus Christ einen Körper. Wir können nach der Auferstehung auch ein vollkommenen Körper erlangen. Auf Erden müssen wir lernen unseren Körper zu beherrschen. Wir müssen ihn beherrschen und nicht zulassen, das Triebe und Begehren unseres Körpers uns beherrschen.

Der letztendliche Zweck des Lebens besteht darin so zu werden, wie Christus ist. Wir müssen unser Leben nach dem Vorbild des Lebens Christi formen. Durch seine Gnade können wir unsere Charakterschwächen überwinden, indem wir an ihn glauben. Wenn wir ihn lieben, dann werden wir seine Gebote befolgen. So lesen wir im 1. Johannesbrief:

„Liebe Brüder, jetzt sind wir Kinder Gottes. Aber was wir sein werden, ist noch nicht offenbar geworden. Wir wissen, daß wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Jeder, der dies von ihm erhofft, heiligt sich, so wie Er heilig ist.“ (1 Johannes 3:2-3)

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