Tempel
Tempel der Mormonen
Unter den christlichen Glaubensgemeinschaften sind die Mormonen einzigartig, weil nur die Mormonenkirche Tempel hat. Ein Tempel ist nicht eine Kirche, auch nicht eine Synagoge. Er ist ein heiliges Gebäude, das dem Herrn geweiht ist. Darin finden bestimmte heilige Handlungen statt, durch die Familien für alle Ewigkeit miteinander verbunden werden, und durch die der Einzele vorbereitet wird, wieder in die Gegenwart Gottes einzutreten. Diese heiligen Handlungen und Bündnisse mit dem Herrn sind für die Errettung notwendig und müssen im Tempel des Herrn vollzogen werden. Diese Handlungen können auch für die Verstorbenen vollzogen werden. Die Mormonen nennen diese heiligen Handlungen Tempelverordnungen oder Tempelarbeit.
Die Taufe für die Toten
Vielleicht haben Sie sich einmal gefragt: „Was wird mit den Verstorbenen, die ja nie von Jesus Christus gehört haben?“ Die Theologen des Christentums haben Jahrhunderte über diese Frage diskutiert. Keiner von ihnen hat je daran gedacht, Gott danach zu fragen. Eines Tages betete einer Junge um Weisheit von Gott, weil er nicht wusste, was er tun sollte. Als Antwort darauf erschien ihm Gottvater und Jesus Christus. Sie bereiteten ihn darauf vor, ein Prophet zu werden, um die Fülle des Evangeliums Jesu Christi zu verkünden. Dieser Junge hieß Joseph Smith. Als Joseph Smith die wahre Kirche Gottes wiederherstellte, offenbarte ihm Gott auch, daß er Tempel bauen sollte. Der erste Tempel, den die Mormonen gebaut haben, war der Kirtland-Tempel. Immer wieder mußten die Mormonen ihre Häuser und ihre schönen Tempel verlassen. Sie verließen den Kirtland-Tempel, die unvollendeten Tempel in Missouri, und den schönen Nauvoo-Tempel. Schließlich bauten sie den weltbekannten Salt-Lake-Tempel. Heutzutage gibt es mehr als einhundertzwanzig Tempel in mehr als vierzig Ländern. Die Verstorbenen, die nie von Christus gehört haben, werden das Evangelium in der Geisterwelt hören. Der Apostel Petrus hat gelehrt, daß Jesus Christus die Geister, die im Gefängnis waren, besucht hat.
„So ist er auch zu den Geistern gegangen, die im Gefängnis waren, und hat ihnen gepredigt. Diese waren einst ungehorsam, als Gott in den Tagen Noachs geduldig wartete, während die Arche gebaut wurde; in ihr wurden nur wenige, nämlich acht Menschen, durch das Wasser gerettet.“ (1. Petrus 3:19-20). „Denn auch Toten ist das Evangelium dazu verkündet worden, dass sie wie Menschen gerichtet werden im Fleisch, aber wie Gott das Leben haben im Geist.“ (1. Petrus 4:6)
Hierdurch wissen wir, dass Jesus Christus die Toten besucht hat, um Ihnen das Evangelium zu verkünden. In einer neutzeitlichen Offenbarung, die durch Joseph F. Smith (ein Neffe des Propheten Joseph Smith) gegeben wurde; erfahren wir mehr darüber. Als dieser Prophet in der Bibel las, sah er eine Vision, in der er die Scharen der Toten sah, die auf Christus warteten. Er sagte:
„Während diese riesige Menge wartete und sie miteinander redeten und sich auf die Stunde ihrer Befreiung von den Ketten des Todes freuten, erschien der Sohn Gottes und verkündete den Gefangenen, die treu gewesen waren, die Freiheit; und dort predigte er ihnen das immerwährende Evangelium, die Lehre von der Auferstehung und der Erlösung der Menschen vom Fall und, unter den Bedingungen der Umkehr von ihren eigenen Sünden. Aber zu den Schlechten ging er nicht, und bei den Gottlosen und den Umkehrunwilligen, die sich, als sie im Fleische weilten, verunreinigt hatten, erhob sich seine Stimme nicht … sondern siehe, aus den Rechtschaffenen stellte er seine Kräfte zusammen und bestimmte Boten, angetan mit Macht und Vollmacht, und gab ihnen den Auftrag, hinzugehen und das Licht des Evangeliums denen zu bringen, die in Finsternis waren, ja, zu allen Menschengeistern; und so wurde den Toten das Evangelium gepredigt.“ (Lehre und Bündnisse 138:18-20,30).
Diese Verstorbenen können an Jesus Christus glauben und von ihren Sünden umkehren, aber sie können sich nicht taufen lassen, weil sie keine Körper haben. Also müssen die Menschen, die noch auf Erden leben, sich für diese taufen lassen. Wir nennen diese heilige Handlung oder Verordnung die Taufe für die Toten (auch Totentaufe genannt). Der Apostel Paulus hat diese erwähnt, als er an die Korinther schrieb, um sie von der Auferstehung der Toten zu überzeugen:
„Wie kämen sonst einige dazu, sich für die Toten taufen zu lassen? Wenn Tote gar nicht auferweckt werden, warum lässt man sich dann taufen für sie?“ (1. Kornither 15:29).
Die Mormonen praktizieren die Taufe für die Toten, um das Heil jedem Menschen zu bringen. Alle Verordnung, die in den Tempeln der Mormonenkirche vollzogen werden, werden auch für die Toten vollzogen.
Das Endowment und die Siegelung
Das Endowment (auch Begabung genannt) ist eine heilige Zeremonie, die nur im Tempel des Herrn stattfinden darf. Das Endowment bereitet uns vor, wieder in die Gegenwart Gottes einzutreten. Die Zeremonie besteht aus einer symbolischer Darstellung der Lebensreise vom vorirdischen Leben bei unserem himmlischen Vater bis zu unserer zukünftigen Rückkehr in den Himmel. Während des Endowments schließen die Teilnehmer viele heilige Bündnisse mit Gott, die uns helfen, bis ans Ende standhaft zu bleiben. Im Mittelpunkt steht das Sühnopfer Jesu Christi, wodurch die Menschen die Welt überwinden können. Bei der Siegelung werden Familien für die Ewigkeit miteinander verbunden. Damit eine Eheschließung für die Ewigkeit gesiegelt sein kann, muß sie mit der Vollmacht Gottes, die das Priestertum genannt wird, in einem dem Herrn geweihten Tempel vollzogen werden. Nur wenn eine Familie im Tempel gesiegelt ist, kann sie für immer im Himmel miteinander leben.
Tempelunterwäsche
Gott hat seinem Bundesvolk geboten, eine Erinnerung an diese heiligen Bündnisse immer zu tragen. Im Buch Numeri gebot Gott, daß die Israeliten Quasten mit violetten Purpurschnüren an ihre Kleiderzipfel nähen. Der Herr sagte darüber:
„Wenn ihr sie seht, werdet ihr euch an alle Gebote des Herrn erinnern, ihr werdet sie halten und eurem Herzen und euren Augen nicht nachgeben, wenn sie euch zur Untreue verleiten wollen. Ihr sollt so an alle meine Gebote denken und sie halten; dann werdet ihr eurem Gott heilig sein.“ (Numeri 15:39-40).
Die Quasten waren nur ein Sinnbild der Bündnisse, das den Israeliten eine Erinnerung an ihre Gottespflicht war. Heute tragen die Mormonen ebenfalls eine Erinnerung an ihrer Bündnisse, die sie mit Gott geschlossen haben. Die Mormonen nennen diese das „Garment“ (d.h. das Gewand). Sie tragen es immer unter ihrer Kleidung als Sinnbild ihrer Bündnisse. Diese Tempelunterwäsche ist ein äußeres Sinnbild einer inneren Hingabe. Sie ist den Mormonen sehr heilig, und sie sprechen nur selten darüber. Diese Unterwäsche erfüllet den Zweck, die Mormonen an ihrer Pflicht vor Gott zu erinneren.
Die Tempel der Mormonen -Worte der
Kirchenführer
Andere Interessante Websites über Mormonen Tempel
Lehre über die Tempel Teachings About Temples – Lightplanet BBC Religion & Ethics – Mormon Temples Manhattan Mormon Temple – New York City.com: Arts & Attractions Temple: Information from Answers.com Mormon Temple Ordinances – ReligionFacts.com Mormanity: Mormon Temples and “Secrecy” History of Mormon Temples – Lightplanet.com
Websites für Bestimmte Tempel
- Alle Tempel
- Los Angeles, California
- Manhattan, New York
- Salt Lake City, Utah
- San Diego, California
- Die mormonen Tempel in deutschsprachigen Länder:
- Der Bern-Tempel
- Der Freiberg-Tempel
- Der Frankfurt-Tempel
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